Hautveränderungen gezielt untersuchen und durch eine Gewebeprobe diagnostisch abklären

Manche Hautveränderungen lassen sich bereits durch die klinische Untersuchung oder mit einem Dermatoskop gut beurteilen. Bei anderen Befunden ist eine eindeutige Diagnose auf diese Weise nicht möglich.

In solchen Fällen kann eine Gewebeprobe, medizinisch Biopsie genannt, sinnvoll sein.

Dabei wird ein kleiner Teil einer Hautveränderung entnommen und anschließend unter dem Mikroskop histologisch untersucht. So können die Zellen und Gewebestrukturen genauer beurteilt und die Diagnose abgesichert werden.

In der Privatpraxis Meine Haut München entscheidet Dr. med. Elisabeth Zott nach einer sorgfältigen dermatologischen Untersuchung, ob eine Gewebeprobe notwendig und welches Vorgehen geeignet ist.


Was ist eine Biopsie?

Eine Biopsie ist die Entnahme einer Gewebeprobe zur mikroskopischen Untersuchung.

Bei Hautveränderungen kann damit beispielsweise geklärt werden, ob es sich um eine:

  • entzündliche Hautveränderung,
  • gutartige Hautveränderung,
  • infektiöse Veränderung,
  • Vorstufe einer Hautkrebserkrankung
  • oder einen Hauttumor

handelt.

Die Gewebeprobe wird nach der Entnahme in einem spezialisierten Labor untersucht.

Das Ergebnis der histologischen Untersuchung kann wichtige Informationen für die weitere Behandlung liefern.


Wann ist eine Gewebeprobe notwendig?

Eine Biopsie kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn eine Hautveränderung anhand ihres Aussehens nicht sicher eingeordnet werden kann.

Mögliche Gründe sind beispielsweise:

  • eine unklare Hautveränderung
  • eine auffällige oder sich verändernde Hautstelle
  • Verdacht auf eine Hautkrebsvorstufe
  • Verdacht auf Hautkrebs
  • ungewöhnliche entzündliche Hautveränderungen
  • unklare Veränderungen der Hautstruktur
  • eine Hauterkrankung, bei der die histologische Untersuchung für die Diagnose wichtig ist

Nicht jede auffällige Hautveränderung benötigt automatisch eine Biopsie.

Die Entscheidung erfolgt individuell nach der dermatologischen Untersuchung.


Wie wird eine Hautbiopsie durchgeführt?

Eine Biopsie ist in der Regel ein kleiner dermatologischer Eingriff.

1. Untersuchung und Planung

Zunächst wird die Hautveränderung fachärztlich untersucht.

Dabei wird entschieden, ob eine Gewebeprobe notwendig ist und welcher Bereich der Hautveränderung dafür am besten geeignet ist.

2. Lokale Betäubung

Die betroffene Hautstelle wird örtlich betäubt.

Dadurch sollte die Entnahme selbst weitgehend schmerzfrei sein.

3. Entnahme der Gewebeprobe

Je nach Größe, Art und Lage der Hautveränderung kann die Probe mit unterschiedlichen Techniken entnommen werden.

Dabei wird nur so viel Gewebe entnommen, wie für die diagnostische Beurteilung erforderlich ist.

4. Histologische Untersuchung

Das entnommene Gewebe wird zur histopathologischen Untersuchung eingesandt.

Dabei werden die Gewebestrukturen und Zellen unter dem Mikroskop beurteilt.

5. Besprechung des Ergebnisses

Nach Vorliegen des histologischen Befundes kann das weitere Vorgehen festgelegt werden.

Je nach Ergebnis kann eine weitere Behandlung, eine vollständige Entfernung oder eine Verlaufskontrolle notwendig sein.


Ist eine Biopsie schmerzhaft?

Die Entnahme einer Gewebeprobe erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung.

Der Einstich für die Betäubung kann kurzzeitig unangenehm sein. Während der eigentlichen Gewebeentnahme sollte die behandelte Stelle weitgehend schmerzfrei sein.

Nach dem Eingriff können leichte Schmerzen, eine Rötung oder eine kleine Schwellung auftreten.

Die individuellen Hinweise zur Wundpflege werden nach der Entnahme besprochen.


Entsteht durch eine Biopsie eine Narbe?

Da bei einer Biopsie Hautgewebe entnommen wird, kann eine kleine Narbe zurückbleiben.

Wie sichtbar diese ist, hängt unter anderem von:

  • Größe und Art der Biopsie
  • Körperregion
  • individueller Wundheilung
  • Hauttyp

ab.

Bei der Planung wird deshalb darauf geachtet, die Entnahme so durchzuführen, dass sie diagnostisch aussagekräftig und zugleich möglichst schonend ist.


Was passiert mit der Gewebeprobe?

Nach der Entnahme wird die Probe zur histologischen Untersuchung in ein spezialisiertes pathologisches Labor gegeben.

Dort wird das Gewebe aufgearbeitet, gefärbt und mikroskopisch untersucht.

Der histologische Befund kann beispielsweise zeigen, ob eine Hautveränderung gutartig oder bösartig ist oder welche spezifische Hauterkrankung vorliegt.

Bei bestimmten Fragestellungen können zusätzliche Untersuchungen notwendig sein.


Gewebeprobe bei verdächtigen Hautveränderungen

Eine Biopsie kann eine wichtige Rolle bei der Abklärung von Hautveränderungen spielen, bei denen ein Verdacht auf eine bösartige Veränderung besteht.

Das gilt beispielsweise für bestimmte:

  • auffällige Pigmentveränderungen
  • nicht heilende Hautstellen
  • verhornte oder schuppende Hautveränderungen
  • neu entstandene Hautveränderungen
  • sich verändernde Hautstellen

Dabei entscheidet die dermatologische Untersuchung, ob eine Gewebeprobe oder eine vollständige Entfernung sinnvoller ist.


Biopsie oder Exzision – was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden häufig miteinander verwechselt.

Biopsie

Bei einer Biopsie wird in der Regel nur ein Teil der Hautveränderung entnommen, um eine Diagnose zu stellen.

Ziel: Diagnose.

Exzision

Bei einer Exzision wird eine Hautveränderung vollständig operativ entfernt, soweit dies medizinisch angezeigt ist.

Ziel: vollständige Entfernung und gegebenenfalls gleichzeitig histologische Untersuchung.

Welche Methode sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Hautveränderung und der diagnostischen Fragestellung ab.

Mehr zur Exzision:

[Link: Exzision]


Biopsie bei Muttermalen und Leberflecken

Bei auffälligen Pigmentveränderungen kann eine weiterführende diagnostische Abklärung notwendig sein.

Zunächst erfolgt die dermatologische Untersuchung, gegebenenfalls einschließlich Dermatoskopie.

Je nach Befund kann anschließend eine Gewebeprobe oder die vollständige Entfernung der Hautveränderung empfohlen werden.

Mehr zum Thema:

[Link: Muttermale / Leberflecken]

[Link: Hautkrebsvorsorge]


Gewebeprobe und Hautkrebsvorsorge

Die Hautkrebsvorsorge dient dazu, auffällige Hautveränderungen möglichst frühzeitig zu erkennen.

Eine Gewebeprobe ist dagegen ein diagnostisches Verfahren, das bei ausgewählten Hautveränderungen eingesetzt wird, wenn eine genauere mikroskopische Beurteilung erforderlich ist.

Die beiden Maßnahmen erfüllen daher unterschiedliche Aufgaben:

Vorsorge → Veränderungen früh erkennen

Biopsie → unklare Veränderung diagnostisch abklären


Warum eine Biopsie bei Dr. Elisabeth Zott?

Dr. med. Elisabeth Zott ist Fachärztin für Dermatologie.

Vor einer Gewebeentnahme steht deshalb immer die sorgfältige klinische Beurteilung der Hautveränderung.

Eine Biopsie wird nicht routinemäßig bei jeder Hautveränderung durchgeführt.

Wenn eine Gewebeprobe medizinisch sinnvoll erscheint, wird gemeinsam besprochen, warum sie notwendig ist, wie die Entnahme erfolgt und welche weiteren Schritte sich aus dem histologischen Ergebnis ergeben können.


Häufige Fragen zur Gewebeprobe

Was ist eine Biopsie?

Eine Biopsie ist die Entnahme einer Gewebeprobe zur anschließenden mikroskopischen Untersuchung.

Warum wird eine Hautbiopsie gemacht?

Eine Biopsie kann notwendig sein, wenn eine Hautveränderung nicht eindeutig diagnostiziert werden kann oder eine histologische Untersuchung zur weiteren Abklärung erforderlich ist.

Tut eine Hautbiopsie weh?

Die Entnahme erfolgt normalerweise unter lokaler Betäubung. Der Einstich zur Betäubung kann kurzzeitig unangenehm sein.

Wie groß ist eine Gewebeprobe?

Die Größe hängt von der Art der Hautveränderung und der diagnostischen Fragestellung ab. Es wird nur so viel Gewebe entnommen, wie für eine aussagekräftige Untersuchung erforderlich ist.

Wird eine Biopsie immer genäht?

Das hängt von der Art und Größe der Entnahme sowie von der verwendeten Technik ab. Nicht jede kleine Biopsie muss genäht werden.

Wie lange dauert die Heilung?

Die Heilungsdauer hängt von Größe und Art der Entnahme sowie von der Körperstelle ab. Sie erhalten individuelle Hinweise zur Wundpflege.

Wann liegt das Ergebnis der Biopsie vor?

Die Dauer bis zum histologischen Ergebnis kann je nach Art der Untersuchung und notwendiger Zusatzdiagnostik unterschiedlich sein.

Was passiert, wenn die Gewebeprobe Hautkrebs zeigt?

Dann wird das weitere Vorgehen abhängig von der genauen Diagnose und dem histologischen Befund besprochen. Je nach Situation kann beispielsweise eine vollständige operative Entfernung oder eine weitere dermatologische Behandlung notwendig sein.


Gewebeveränderung fachärztlich abklären lassen

Sie haben eine Hautveränderung, deren Ursache unklar ist, oder wurde Ihnen eine Gewebeprobe empfohlen?

In der Privatpraxis Meine Haut München wird zunächst sorgfältig untersucht, ob eine Biopsie notwendig ist und welches Vorgehen für den jeweiligen Befund geeignet ist.

[Link: Dermatologische Sprechstunde]

[Link: Hautkrebsvorsorge]

[Link: Exzision]

[Link: Kontakt / Termin]