Muttermale fachärztlich beurteilen, Veränderungen erkennen und Hautkrebs frühzeitig abklären
Muttermale und Leberflecken sind bei vielen Menschen Teil des normalen Hautbildes. Die meisten Pigmentmale sind harmlos. Dennoch können sich einzelne Muttermale im Laufe des Lebens verändern oder von Anfang an auffällig sein.
In der Privatpraxis Meine Haut München beurteilt Dr. med. Elisabeth Zott als Fachärztin für Dermatologie Muttermale und andere pigmentierte Hautveränderungen sorgfältig.
Dabei geht es nicht darum, jedes Muttermal zu entfernen. Entscheidend ist zunächst die fachärztliche Einschätzung:
Ist die Hautveränderung unauffällig, sollte sie kontrolliert werden oder ist eine weiterführende Abklärung sinnvoll?
Was sind Muttermale und Leberflecken?
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Muttermal, Leberfleck und Pigmentmal häufig gleichbedeutend verwendet.
Medizinisch handelt es sich dabei um unterschiedliche Formen pigmentierter Hautveränderungen. Häufig sind damit sogenannte melanozytäre Nävi gemeint, die aus pigmentbildenden Zellen entstehen.
Muttermale können bereits bei der Geburt vorhanden sein oder im Laufe des Lebens neu entstehen.
Aussehen, Größe, Farbe und Anzahl der Muttermale unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.
Sind Muttermale gefährlich?
Die meisten Muttermale sind gutartig.
Dennoch können bestimmte Hautveränderungen einem Melanom, also schwarzem Hautkrebs, ähneln oder sich im Laufe der Zeit entsprechend verändern.
Deshalb ist es wichtig, auffällige oder sich verändernde Muttermale dermatologisch beurteilen zu lassen.
Besondere Aufmerksamkeit verdient ein Muttermal, das:
- neu entstanden ist,
- deutlich wächst,
- seine Form verändert,
- unterschiedliche Farbtöne entwickelt,
- einen unregelmäßigen Rand bekommt,
- sich deutlich von den übrigen Muttermalen unterscheidet,
- wiederholt blutet oder verkrustet.
Eine solche Veränderung bedeutet nicht automatisch Hautkrebs. Sie sollte jedoch ärztlich untersucht werden.
Wann sollte ich ein Muttermal untersuchen lassen?
Eine dermatologische Untersuchung ist insbesondere sinnvoll, wenn Ihnen eine Veränderung neu auffällt.
Das kann beispielsweise eine Veränderung von:
Form:
Das Muttermal wirkt plötzlich asymmetrisch oder anders geformt.
Rand:
Die Begrenzung erscheint unregelmäßig oder unscharf.
Farbe:
Innerhalb eines Muttermals entstehen unterschiedliche Farbtöne oder die Farbe verändert sich.
Größe:
Das Muttermal wächst oder verändert seine Ausdehnung.
Entwicklung:
Das Erscheinungsbild verändert sich insgesamt.
Diese Kriterien werden häufig in der ABCDE-Regel zusammengefasst.
ABCDE-Regel zur Selbstbeobachtung
Die ABCDE-Regel kann Ihnen dabei helfen, auffällige Pigmentmale zu erkennen.
A – Asymmetrie
Ist die Form unregelmäßig oder nicht symmetrisch?
B – Begrenzung
Ist der Rand unregelmäßig, ausgefranst oder schlecht abgegrenzt?
C – Colour / Farbe
Zeigt das Muttermal unterschiedliche Farbtöne oder verändert sich seine Farbe?
D – Durchmesser
Ist das Muttermal auffällig groß oder nimmt es an Größe zu?
E – Evolution / Entwicklung
Hat sich das Muttermal im Laufe der Zeit verändert?
Die ABCDE-Regel ist eine Orientierung für die Selbstbeobachtung und ersetzt keine dermatologische Untersuchung.
Wie werden Muttermale beim Hautarzt untersucht?
Bei der Untersuchung werden Muttermale zunächst mit bloßem Auge beurteilt.
Zusätzlich kann eine Dermatoskopie beziehungsweise Auflichtmikroskopie eingesetzt werden.
Dabei wird die Hautveränderung vergrößert und mit einer speziellen Beleuchtung betrachtet. Dadurch lassen sich Strukturen erkennen, die mit bloßem Auge nicht oder nur schwer sichtbar sind.
Die Untersuchung kann dabei helfen, gutartige und auffällige pigmentierte Hautveränderungen besser voneinander zu unterscheiden.
Je nach Befund kann eine Verlaufskontrolle oder eine weitere diagnostische Abklärung sinnvoll sein.
Muss ein Muttermal entfernt werden?
Nein.
Ein unauffälliges Muttermal muss normalerweise nicht entfernt werden, nur weil es vorhanden ist.
Eine Entfernung kann jedoch sinnvoll sein, wenn:
- ein Muttermal medizinisch auffällig ist,
- eine Veränderung beobachtet wird,
- der Verdacht auf eine bösartige Hautveränderung besteht,
- die Hautveränderung wiederholt mechanisch gereizt wird,
- oder aus anderen medizinischen Gründen eine Entfernung empfohlen wird.
Wenn eine Hautveränderung entfernt wird, kann je nach Situation eine histologische Untersuchung des entfernten Gewebes erforderlich sein.
Muttermale aus ästhetischen Gründen entfernen
Manche Muttermale werden nicht wegen eines medizinischen Verdachts, sondern aufgrund ihres Erscheinungsbildes als störend empfunden.
Auch in diesem Fall sollte vor einer Entfernung zunächst eine dermatologische Beurteilung erfolgen.
Nicht jede Methode eignet sich für jedes Muttermal. Insbesondere bei pigmentierten Hautveränderungen sollte eine mögliche Entfernung nicht ausschließlich unter ästhetischen Gesichtspunkten betrachtet werden.
Wenn eine Hautveränderung medizinisch auffällig ist, steht die sichere Diagnostik an erster Stelle.
Muttermale und Hautkrebsvorsorge
Die Beurteilung von Muttermalen ist ein wichtiger Bestandteil der dermatologischen Hautkrebsvorsorge.
Dabei wird nicht nur ein einzelnes Muttermal betrachtet. Entscheidend ist auch das gesamte Hautbild.
Menschen mit vielen Pigmentmalen oder einer persönlichen beziehungsweise familiären Vorgeschichte von Hautkrebs können ein erhöhtes Risiko haben und sollten ihre individuelle Vorsorgestrategie mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen besprechen.
Mehr Informationen zur Hautkrebsvorsorge:
[Link: Hautkrebsvorsorge]
Besonders viele Muttermale?
Menschen mit zahlreichen Muttermalen können Veränderungen manchmal schwer selbst beurteilen.
Hilfreich kann deshalb eine regelmäßige dermatologische Kontrolle sein.
Bei bestimmten Risikokonstellationen können Verlaufskontrollen einzelner auffälliger Pigmentmale sinnvoll sein.
Entscheidend ist dabei immer die individuelle Situation.
Muttermale bei Kindern und Jugendlichen
Muttermale können bereits im Kindesalter vorhanden sein und während des Wachstums Veränderungen zeigen.
Nicht jede Veränderung ist krankhaft. Dennoch sollten neu auftretende oder auffällige Hautveränderungen bei Kindern und Jugendlichen bei Unsicherheit dermatologisch beurteilt werden.
Bei ungewöhnlichen Veränderungen oder einer besonderen familiären Vorgeschichte kann eine frühzeitige ärztliche Einschätzung sinnvoll sein.
Warum die Untersuchung bei Dr. Elisabeth Zott?
Dr. med. Elisabeth Zott ist Fachärztin für Dermatologie und verfügt über langjährige Erfahrung in der Beurteilung von Hautveränderungen.
Bei der Untersuchung steht eine sorgfältige dermatologische Beurteilung im Mittelpunkt.
Dabei wird nicht automatisch eine Behandlung empfohlen. Zunächst wird geklärt, ob ein Muttermal unauffällig ist, beobachtet werden sollte oder eine weitere Abklärung benötigt.
Eine gute Vorsorge bedeutet nicht, möglichst viele Muttermale zu entfernen, sondern relevante Veränderungen zuverlässig zu erkennen.
Mehr über Dr. Elisabeth Zott:
[Link: Dr. Elisabeth Zott]
Häufige Fragen zu Muttermalen und Leberflecken
Sind Leberflecken und Muttermale dasselbe?
Die Begriffe werden im Alltag häufig synonym verwendet. Medizinisch können damit unterschiedliche pigmentierte Hautveränderungen gemeint sein.
Wie erkenne ich ein auffälliges Muttermal?
Achten Sie insbesondere auf Veränderungen von Form, Begrenzung, Farbe, Größe und Entwicklung. Die ABCDE-Regel kann bei der Selbstbeobachtung helfen.
Kann aus einem Muttermal Hautkrebs entstehen?
Bestimmte Muttermale können mit einem erhöhten Melanomrisiko verbunden sein. Außerdem kann ein Melanom neu auf zuvor unauffälliger Haut entstehen. Deshalb sind regelmäßige Hautkontrollen und die Beobachtung neuer oder sich verändernder Hautstellen wichtig.
Muss jedes große Muttermal entfernt werden?
Nein. Die Größe allein entscheidet nicht darüber, ob ein Muttermal entfernt werden muss. Entscheidend sind unter anderem sein Aussehen, seine Entwicklung und die dermatologische Beurteilung.
Kann ein Muttermal ohne Operation entfernt werden?
Welche Entfernungsmethode geeignet ist, hängt von der Art und dem Befund der Hautveränderung ab. Bei pigmentierten Läsionen sollte vor einer Entfernung zunächst eine sichere dermatologische Beurteilung erfolgen.
Wann sollte ich mit einem neuen Muttermal zum Hautarzt?
Bei einer neuen oder ungewöhnlich erscheinenden Pigmentveränderung, insbesondere wenn sie sich weiter verändert, ist eine dermatologische Beurteilung sinnvoll.
Was ist eine Dermatoskopie?
Bei der Dermatoskopie wird eine Hautveränderung vergrößert und mit spezieller Beleuchtung untersucht. Dadurch können bestimmte Strukturen genauer beurteilt werden als bei einer Betrachtung mit bloßem Auge.
Muttermal auffällig oder verändert?
Wenn Sie ein Muttermal bemerkt haben, das Ihnen neu oder verändert erscheint, können Sie es dermatologisch untersuchen lassen.
In der Privatpraxis Meine Haut München steht eine sorgfältige fachärztliche Beurteilung Ihrer Haut im Mittelpunkt.
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