Die photodynamische Therapie, kurz PDT, ist ein dermatologisches Verfahren zur Behandlung bestimmter oberflächlicher und krankhaft veränderter Hautzellen.
Dabei wird zunächst ein lichtempfindlicher Wirkstoff auf die betroffene Haut aufgetragen. Dieser reichert sich bevorzugt in veränderten Zellen an. Anschließend wird die behandelte Haut mit einer speziell abgestimmten Lichtquelle belichtet.
Durch die Kombination aus Wirkstoff und Licht entsteht eine Reaktion, die krankhaft veränderte Zellen gezielt schädigen kann.
Die photodynamische Therapie kann insbesondere bei bestimmten aktinischen Keratosen eingesetzt werden. Ob eine PDT im individuellen Fall geeignet ist, wird nach einer sorgfältigen dermatologischen Untersuchung entschieden.
Was ist eine photodynamische Therapie?
Bei der photodynamischen Therapie werden drei Komponenten miteinander kombiniert:
1. Lichtempfindlicher Wirkstoff
Ein lichtempfindlicher Wirkstoff wird auf die zu behandelnde Haut aufgetragen. Nach einer Einwirkzeit wird dieser von den behandelten Zellen aufgenommen.
2. Einwirkzeit
Der Wirkstoff benötigt eine bestimmte Zeit, um in die Haut einzudringen und sich in den entsprechenden Zellen anzureichern.
3. Lichtbehandlung
Anschließend wird die Haut mit einer dafür geeigneten Lichtquelle belichtet.
Durch die Aktivierung des Wirkstoffs entsteht eine photochemische Reaktion, die zur Schädigung der behandelten krankhaft veränderten Zellen führt.
Wann wird die photodynamische Therapie eingesetzt?
Eine wichtige Anwendung der PDT ist die Behandlung von aktinischen Keratosen.
Aktinische Keratosen sind durch chronische UV-Strahlung verursachte Veränderungen der Haut. Sie zeigen sich häufig als raue, schuppige oder verhornte Stellen an sonnenexponierten Hautbereichen.
Typische Regionen sind:
- Gesicht
- Stirn
- Kopfhaut bei lichtem Haar
- Ohren
- Dekolleté
- Handrücken
Aktinische Keratosen gelten als mögliche Vorstufen eines Plattenepithelkarzinoms der Haut und sollten deshalb dermatologisch beurteilt und gegebenenfalls behandelt werden.
Ob eine photodynamische Therapie geeignet ist, hängt unter anderem von Anzahl, Ausprägung und Lokalisation der Hautveränderungen ab.
Feldkanzerisierung und großflächig sonnenbelastete Haut
Bei manchen Menschen finden sich nicht nur einzelne aktinische Keratosen, sondern zahlreiche Veränderungen in einem größeren, chronisch sonnenbelasteten Hautareal.
Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Feldkanzerisierung beziehungsweise einem „field cancerization“-Phänomen.
Hier kann eine flächige Behandlung in bestimmten Fällen sinnvoller sein als die isolierte Behandlung einzelner sichtbarer Veränderungen.
Die photodynamische Therapie bietet die Möglichkeit, ein größeres betroffenes Hautareal zu behandeln.
Ob dieses Verfahren geeignet ist, wird individuell nach dermatologischer Untersuchung entschieden.
Wie läuft eine photodynamische Therapie ab?
Vor jeder Behandlung steht eine dermatologische Untersuchung.
Dabei wird beurteilt, welche Hautveränderungen vorliegen und ob eine photodynamische Therapie grundsätzlich infrage kommt.
Der Ablauf kann – abhängig vom verwendeten Verfahren – grundsätzlich folgende Schritte umfassen:
1. Vorbereitung der Haut
Die zu behandelnde Haut wird vorbereitet. Je nach Hautveränderung kann es notwendig sein, oberflächliche Verhornungen vorsichtig zu entfernen.
2. Auftragen des lichtempfindlichen Wirkstoffs
Der Wirkstoff wird gezielt auf das behandelte Hautareal aufgetragen.
3. Einwirkzeit
Der Wirkstoff benötigt eine definierte Zeit, um in die behandelten Hautzellen einzudringen.
4. Belichtung
Anschließend erfolgt die Belichtung mit einer geeigneten Lichtquelle.
Während dieser Phase kann es zu einem Wärme- oder Brenngefühl kommen.
5. Nachbehandlung
Nach der Behandlung wird die Haut entsprechend den ärztlichen Empfehlungen gepflegt und vor Licht geschützt.
Ist die photodynamische Therapie schmerzhaft?
Die Lichtbehandlung kann insbesondere bei aktinischen Keratosen mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Brennen, Stechen oder Wärmegefühl verbunden sein.
Die individuelle Empfindlichkeit ist unterschiedlich.
Die Behandlung wird deshalb entsprechend der individuellen Situation begleitet und angepasst.
Nach der Therapie können Rötungen, Schwellungen, Krusten oder eine vorübergehende Reizung der behandelten Haut auftreten.
Diese Reaktionen gehören bei einer PDT teilweise zur gewünschten Reaktion der Haut.
Über mögliche Nebenwirkungen und das individuelle Vorgehen werden Sie vor der Behandlung ausführlich aufgeklärt.
Was ist nach einer PDT zu beachten?
Nach einer photodynamischen Therapie ist ein konsequenter Lichtschutz besonders wichtig.
Die behandelte Haut kann für eine gewisse Zeit lichtempfindlich reagieren.
Daher sollten die individuellen Empfehlungen zur Vermeidung intensiver Licht- und UV-Exposition genau beachtet werden.
Auch intensive Sonne und Solarium sollten entsprechend der ärztlichen Empfehlung vermieden werden.
Die behandelte Haut sollte außerdem entsprechend den Empfehlungen gepflegt werden.
Welche Vorteile kann die photodynamische Therapie haben?
Die PDT kann bei geeigneten Hautveränderungen mehrere Vorteile bieten.
Dazu gehören insbesondere:
- Behandlung größerer Hautareale
- gezielte Behandlung krankhaft veränderter Zellen
- Behandlung mehrerer aktinischer Keratosen innerhalb eines Areals
- Möglichkeit einer flächigen Therapie bei ausgeprägter UV-Schädigung
- häufig gute kosmetische Ergebnisse bei geeigneten Indikationen
Welche Vorteile im individuellen Fall tatsächlich relevant sind, hängt von der Hautveränderung und der persönlichen Situation ab.
Ist die PDT für jeden geeignet?
Nein.
Die photodynamische Therapie ist kein universelles Verfahren für jede Hautveränderung.
Vor der Behandlung muss geklärt werden, um welche Veränderung es sich handelt und ob eine PDT dafür geeignet ist.
Bei verdächtigen oder unklaren Hautveränderungen kann zunächst eine weiterführende Diagnostik erforderlich sein.
Insbesondere bei einem Verdacht auf einen invasiven Hauttumor reicht eine photodynamische Therapie nicht grundsätzlich als Behandlung aus.
Die genaue Diagnose steht deshalb immer am Anfang.
Photodynamische Therapie und Hautkrebsvorsorge
Die photodynamische Therapie ersetzt keine Hautkrebsvorsorge.
Gerade bei chronisch sonnenbelasteter Haut und aktinischen Keratosen sind regelmäßige dermatologische Kontrollen wichtig.
Bei der Hautkrebsvorsorge wird die Haut systematisch auf auffällige Veränderungen untersucht. Werden dabei verdächtige Stellen entdeckt, kann eine gezielte weitere Diagnostik notwendig sein.
Mehr zur Hautkrebsvorsorge:
[Link: Hautkrebsvorsorge]
Warum photodynamische Therapie bei Dr. Elisabeth Zott?
Als Fachärztin für Dermatologie beurteilt Dr. med. Elisabeth Zott zunächst die vorhandenen Hautveränderungen und deren individuelle Situation.
Dabei steht nicht die Anwendung eines bestimmten Verfahrens im Vordergrund.
Entscheidend ist vielmehr die Frage:
Welche Behandlung ist für diese konkrete Hautveränderung medizinisch sinnvoll?
Wenn eine photodynamische Therapie geeignet ist, werden der Ablauf, mögliche Reaktionen und die Nachsorge ausführlich besprochen.
Häufige Fragen zur photodynamischen Therapie
Was behandelt die photodynamische Therapie?
Die PDT wird in der Dermatologie insbesondere zur Behandlung bestimmter oberflächlicher Hautveränderungen eingesetzt, unter anderem aktinischer Keratosen. Ob sie geeignet ist, hängt vom individuellen Befund ab.
Ist PDT eine Behandlung gegen Hautkrebs?
Die photodynamische Therapie kann bei bestimmten oberflächlichen Hautveränderungen und ausgewählten Hauttumoren eingesetzt werden. Sie ist jedoch nicht für jede Form und jedes Stadium von Hautkrebs geeignet.
Wie lange dauert eine photodynamische Therapie?
Die Dauer hängt vom verwendeten Verfahren, dem behandelten Areal und der jeweiligen Einwirk- und Belichtungszeit ab.
Tut eine PDT weh?
Während der Belichtung können Brennen, Wärme oder Stechen auftreten. Die Intensität ist individuell unterschiedlich.
Wie sieht die Haut nach einer PDT aus?
Nach der Behandlung können Rötung, Schwellung, Krustenbildung oder eine vorübergehende Reizung auftreten. Wie stark diese Reaktion ausfällt, ist individuell verschieden.
Kann man nach einer PDT in die Sonne?
Nach einer PDT sollte die behandelte Haut entsprechend der ärztlichen Empfehlung konsequent vor Licht und UV-Strahlung geschützt werden.
Kann die PDT bei mehreren aktinischen Keratosen eingesetzt werden?
Ja, die photodynamische Therapie kann bei geeigneten Patienten auch zur Behandlung größerer Hautareale mit mehreren aktinischen Keratosen eingesetzt werden.
Dermatologische Beratung zur PDT in München
Sie haben raue, schuppige oder auffällige Hautstellen entwickelt oder wurden bereits wegen aktinischer Keratosen behandelt?
In der Privatpraxis Meine Haut München kann zunächst eine sorgfältige dermatologische Beurteilung erfolgen. Anschließend wird gemeinsam besprochen, welche Behandlungsmöglichkeiten für Ihre Hautveränderungen infrage kommen.
[Link: Dermatologische Sprechstunde]
[Link: Hautkrebsvorsorge]
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